Fragt man drei Anbieter nach dem Preis für Suchmaschinenoptimierung, bekommt man drei Antworten zwischen 50 und 5.000 Franken im Monat. Das liegt daran, dass alle drei etwas völlig anderes verkaufen. Hier ist die Aufstellung, die wir uns selbst gewünscht hätten, als wir angefangen haben.
Die vier Wege im Überblick
| Weg | Kosten pro Monat | Ihr Zeitaufwand |
|---|---|---|
| Selbst machen | CHF 0 bis 60 | 8 bis 15 Stunden |
| Werkzeug abonnieren | CHF 40 bis 500 | 6 bis 12 Stunden |
| Agentur beauftragen | CHF 1.500 bis 8.000 | 1 bis 3 Stunden |
| System arbeiten lassen | CHF 290 bis 590 | unter 1 Stunde |
Die Spalte rechts ist die wichtigere. Denn eine Stunde Ihrer Arbeitszeit ist nicht gratis. Wenn Sie als Inhaber eines Handwerksbetriebs zwölf Stunden im Monat vor einem SEO-Werkzeug sitzen, sind das zwölf Stunden, in denen Sie weder auf der Baustelle noch bei einem Kunden sind.
Weg 1: Selbst machen
Die kostenlosen Grundlagen sind wirklich kostenlos, und viele Betriebe unterschätzen, wie weit man damit kommt.
- Google Search Console: gratis. Zeigt, bei welchen Suchbegriffen Sie erscheinen und ob geklickt wird. Anleitung zur Einrichtung.
- Bing Webmaster Tools: gratis. Dasselbe für Bing, und liefert zusätzlich Angaben zu Verweisen.
- Google Unternehmensprofil: gratis, und für lokale Betriebe oft der wirksamste einzelne Hebel überhaupt. So richten Sie es ein.
Der echte Aufwand ist das Schreiben. Für eine ordentliche Ratgeberseite von 1.000 bis 1.500 Wörtern brauchen die meisten Menschen zwei bis vier Stunden, inklusive Recherche und Korrektur. Wer zwei Seiten im Monat schafft, ist bei acht Stunden. Rechnen Sie das mit Ihrem eigenen Stundensatz, dann sehen Sie, dass „selbst machen“ nicht gratis ist, sondern die teuerste Variante sein kann.
Der häufigste Fehler: nicht das Anfangen, sondern das Aufhören. Vier Seiten im Frühling, dann kommt die Saison, und ab Juni passiert nichts mehr. Suchmaschinen belohnen aber Regelmässigkeit über Monate.
Weg 2: Ein Werkzeug abonnieren
Die bekannten Anbieter liegen umgerechnet zwischen etwa 40 und 550 Franken im Monat, je nach Umfang. Sie bekommen dafür wirklich viel: Suchvolumen, Wettbewerbsvergleiche, technische Prüfungen, teils auch KI-Textentwürfe.
Was Sie nicht bekommen, ist die Arbeit. Ein Werkzeug liefert eine Liste mit 200 Vorschlägen und drei Warnstufen. Welche fünf davon für Ihren Betrieb wirklich zählen, müssen Sie entscheiden. Und danach müssen die Texte trotzdem noch geschrieben, geprüft und auf die Website gebracht werden.
Unsere ehrliche Beobachtung: Ein grosser Teil dieser Abos läuft nach drei bis vier Monaten ungenutzt weiter. Nicht weil die Werkzeuge schlecht sind, sondern weil niemand im Betrieb die Zeit hat, sie zu bedienen.
Weg 3: Eine Agentur beauftragen
Der Schweizer Markt ist hier ziemlich einheitlich, auch wenn kaum jemand Preise veröffentlicht. Marktübersichten aus dem Jahr 2026 nennen für seriöse laufende Betreuung CHF 1.500 bis 8.000 im Monat. Ein Basispaket für ein kleines KMU liegt bei CHF 1.500 bis 3.000. Spezialisierte Freelancer beginnen bei CHF 800 bis 1.500.
Der Grund ist der Stundensatz: Schweizer SEO-Agenturen rechnen mit CHF 150 bis 250 pro Stunde, Berater teils bis CHF 280. Bei CHF 1.500 im Monat kaufen Sie also rund sieben bis zehn Stunden Facharbeit. Dazu kommt fast immer eine einmalige Erstanalyse, üblicherweise CHF 1.500 bis 3.500.
Rechnen Sie einmal nach, wenn Ihnen jemand SEO für CHF 250 im Monat anbietet: Das sind bei einem Junior-Satz keine zwei Stunden. Dafür bekommen Sie einen automatischen Bericht, sonst nichts.
Dafür bekommen Sie Menschen, die Ihre Branche verstehen, mitdenken und auch mal sagen: Das lohnt sich für Sie nicht. Bei einem Website-Neubau, bei einem Umzug auf eine neue Domain oder bei einem Wechsel des Geschäftsmodells ist eine gute Agentur kaum zu ersetzen.
Ein besonderes Warnsignal sind Angebote, die feste Mengen an Verweisen versprechen. Warum das gefährlich ist, steht in diesem Beitrag.
Woran Sie eine unseriöse Agentur erkennen: Sie garantiert Platz 1, nennt vor einer Analyse keine konkreten Suchbegriffe, beschreibt die monatlichen Leistungen nicht, will zwölf Monate Mindestlaufzeit und liefert Berichte statt veröffentlichter Seiten.
Weg 4: Ein System arbeiten lassen
Das ist der Weg, den wir mit Tevorian gehen, und wir sind hier natürlich befangen. Deshalb nur die Zahlen und die Grenzen.
CHF 290 bis 590 im Monat, dazu eine einmalige Einrichtung ab CHF 990. Sie bekommen dafür zwei bis acht fertig veröffentlichte Ratgeber pro Monat auf Ihrer bestehenden Website, jeweils recherchiert, gegen Ihr Angebot geprüft und von einer zweiten Kontrolle abgenommen.
Was Sie dafür nicht bekommen: einen Menschen, der Ihre Branche seit zwanzig Jahren kennt. Ein System kann Zahlen lesen und Texte schreiben, aber es kann nicht beurteilen, ob Ihr neues Geschäftsfeld eine gute Idee ist.
Passt dazu Wie lange dauert es, bis SEO wirkt?Ein realistischer Zeitplan Monat für Monat.Die versteckten Kosten
In jedem Angebot fehlen typischerweise drei Posten:
- Ihre eigene Zeit für Freigaben und Rückfragen. Selbst im günstigsten Modell fallen ein bis zwei Stunden im Monat an. Wer das nicht einplant, blockiert am Ende den ganzen Ablauf.
- Technische Anpassungen an der Website. Wenn Ihre Website keinen Ratgeberbereich hat, muss er gebaut werden. Je nach System sind das einmalig CHF 500 bis 2.500.
- Geduld. Sie zahlen ab Monat eins, sehen aber frühestens ab Monat drei erste Bewegung und ab Monat sechs belastbare Zahlen. Wer nach acht Wochen abbricht, hat das Geld tatsächlich verloren.
Was sich ab wann rechnet
Rechnen Sie nicht mit Klicks, sondern mit Aufträgen. Die Frage lautet: Wie viel ist ein neuer Kunde für Sie wert?
Ein Beispiel. Ein Schreiner hat bei einem Einbauschrank im Schnitt CHF 4.000 Auftragswert und rund 35 Prozent Deckungsbeitrag, also etwa CHF 1.400. Bei laufenden Kosten von CHF 390 im Monat, also CHF 4.680 im Jahr, müssen daraus vier zusätzliche Aufträge im Jahr entstehen, damit es aufgeht. Ab dem fünften verdient er daran.
Bei einem Bäcker mit einem Durchschnittsbon von CHF 12 sieht die Rechnung völlig anders aus. Dort lohnt sich Suchmaschinenarbeit selten über Ratgeber, dafür sehr wohl über das Google-Unternehmensprofil, Öffnungszeiten und Bewertungen. Das ist kostenlos und in zwei Stunden erledigt.
Faustregel: Liegt Ihr durchschnittlicher Auftragswert unter CHF 300 und kommen Ihre Kunden aus der Nachbarschaft, sparen Sie sich laufende SEO-Arbeit und kümmern Sie sich um Ihr Google-Unternehmensprofil. Liegt er über CHF 1.000 und suchen Ihre Kunden vorher im Internet, rechnet sich fast jede der vier Varianten.
Fazit
Es gibt keinen richtigen Preis für SEO, sondern nur den passenden Weg für Ihre Betriebsgrösse. Wer viel Zeit und wenig Geld hat, macht es selbst. Wer eine Marketingabteilung hat, kauft ein Werkzeug. Wer eine grosse Veränderung plant, nimmt eine Agentur. Und wer weder Zeit noch Lust hat, sich damit zu beschäftigen, lässt es laufen.
Was in allen vier Fällen gilt: Ohne Regelmässigkeit über mindestens sechs Monate passiert nichts. Das ist die einzige Konstante in diesem Geschäft.
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Tevorian hat dieses Thema aus echten Suchdaten gewählt, gegen unser Angebot geprüft, recherchiert und veröffentlicht. Genau das macht es auch auf Ihrer Website. Ob Ihre Website dafür geeignet ist, prüfen wir kostenlos.
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