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Ratgeber · Grundlagen

Warum stehen bei Google immer die anderen oben?

4. August 20267 Min. Lesezeitvon Tevorian

Diese Frage hören wir von fast jedem Betrieb, mit dem wir sprechen. Sie machen seit zwanzig Jahren gute Arbeit, haben eine ordentliche Website, und trotzdem steht bei Google ein Mitbewerber vor Ihnen, den Sie fachlich nicht ernst nehmen. Das ist keine Verschwörung und hat auch nichts mit Bestechung zu tun. Es gibt drei nüchterne Gründe, und alle drei kann man ändern.

Grund 1: Er hat Seiten, die Sie nicht haben

Menschen suchen bei Google fast nie nach Firmennamen. Sie suchen nach ihrem Problem. Nicht „Malerbetrieb Müller“, sondern „Altbauwohnung streichen Kosten“. Nicht „Schreinerei Weber“, sondern „Einbauschrank Dachschräge Preis“.

Ihre Website hat für solche Fragen wahrscheinlich keine Seite. Sie hat eine Startseite, eine Seite „Leistungen“, vielleicht „Über uns“ und „Kontakt“. Fünf Seiten. Der Mitbewerber, der bei diesen Fragen oben steht, hat vielleicht vierzig, und dreissig davon sind Antworten auf einzelne Kundenfragen.

Google entscheidet nicht danach, wer der bessere Handwerker ist. Google kann das gar nicht wissen. Es entscheidet danach, welche Seite die eingetippte Frage am besten beantwortet. Wenn es bei Ihnen keine Seite zu dieser Frage gibt, kann auch keine gezeigt werden.

Der wichtigste Satz dieses Artikels: Sie konkurrieren bei Google nicht mit Betrieben, sondern mit einzelnen Seiten. Jede Kundenfrage ist ein eigenes kleines Rennen, und Sie können nur mitlaufen, wenn Sie überhaupt eine Seite dazu haben.

Passt dazu Google Search Console einrichten: Anleitung ohne FachchinesischIn zwanzig Minuten eingerichtet, Schritt für Schritt erklärt.

Grund 2: Google kennt Ihre Seiten gar nicht

Der zweithäufigste Grund überrascht die meisten: Die Seite existiert, ist gut, und Google hat sie trotzdem nie in sein Verzeichnis aufgenommen. Dann kann sie nirgends erscheinen, egal wie gut sie ist.

Das passiert häufiger, als man denkt, und meist aus banalen Gründen:

  • Die Seite ist auf unsichtbar gestellt. Viele Website-Systeme haben ein Häkchen „von Suchmaschinen ausschliessen“. Es wird beim Bau gesetzt, damit die halbfertige Seite nicht gefunden wird, und danach vergessen. Wir haben Websites gesehen, die drei Jahre lang aus diesem Grund unsichtbar waren.
  • Es gibt kein Inhaltsverzeichnis. Websites melden Suchmaschinen über eine Datei ihre Seiten. Fehlt sie, muss Google alles selbst finden. Bei einer neuen oder kleinen Website dauert das lange oder klappt gar nicht.
  • Keine andere Seite verweist darauf. Google findet neue Seiten über Verweise. Wenn eine Unterseite nur über ein Formular oder eine Suchfunktion erreichbar ist, wird sie leicht übersehen.

Das Ärgerliche daran: Es ist meist in einer Viertelstunde behoben. Nur merkt es niemand, weil auf der Website ja alles normal aussieht.

Grund 3: Ihre eigenen Seiten stehen sich im Weg

Der dritte Grund ist am wenigsten bekannt. Über die Jahre entstehen auf einer Website oft mehrere Seiten zum selben Thema. Eine alte Leistungsseite „Fenstermontage“, eine neuere „Fenster einbauen“, dazu ein Beitrag „Neue Fenster: was Sie wissen müssen“.

Für Sie sind das drei Seiten. Für Google sind es drei Kandidaten für dieselbe Frage, und es muss sich für einen entscheiden. Das Ergebnis ist meistens, dass keine der drei richtig weit vorne landet. Die Aufmerksamkeit verteilt sich, statt sich zu bündeln.

Wenn Sie dann noch eine vierte Seite zum Thema bauen, weil ja offenbar nichts funktioniert, machen Sie es schlimmer statt besser.

In fünf Minuten selbst nachsehen

Sie brauchen dafür kein Werkzeug und keine Beratung. Drei Handgriffe:

1. Wie viele Ihrer Seiten kennt Google?

Tippen Sie bei Google ein: site:ihre-firma.ch (mit Ihrer eigenen Adresse, ohne Leerzeichen nach dem Doppelpunkt). Google zeigt dann alle Seiten Ihrer Website, die es kennt. Steht dort eine Zahl, die Ihnen viel zu klein vorkommt, haben Sie Grund 2.

2. Was findet man, wenn man Ihr Problem sucht?

Tippen Sie drei Fragen ein, die Ihre Kunden Ihnen am Telefon stellen. Nicht Ihren Firmennamen. Schauen Sie, wer auf den ersten zehn Plätzen steht, und klicken Sie auf die erste Seite. Meistens sehen Sie sofort: Das ist eine Seite, die genau diese eine Frage beantwortet.

3. Was sagt Ihre eigene Statistik?

Google führt für jede Website eine kostenlose Statistik, die Search Console. Wenn sie für Ihre Website eingerichtet ist, steht dort schwarz auf weiss, bei welchen Suchbegriffen Sie schon angezeigt werden und wie oft jemand klickt. Ist sie nicht eingerichtet, ist das der erste sinnvolle Schritt, unabhängig davon, was Sie danach machen. Wie das geht, steht in unserer Anleitung.

Passt dazu Woher wissen Sie, wonach Ihre Kunden wirklich suchen?Vier Quellen, drei davon kostenlos, und der Fehler, den fast alle machen.

Was Sie konkret tun können

Es gibt drei Wege, und alle drei sind legitim.

Selbst schreiben. Nehmen Sie sich die zehn Fragen vor, die Kunden Ihnen am häufigsten stellen, und schreiben Sie zu jeder eine ehrliche Seite. Wie Sie diese Fragen systematisch finden, steht in diesem Beitrag. Nicht Werbetext, sondern eine echte Antwort mit Zahlen. Das kostet Sie pro Seite zwei bis vier Stunden. Der grösste Fehler dabei ist, nach drei Seiten aufzuhören.

Eine Agentur beauftragen. In der Schweiz liegt seriöse laufende Betreuung bei CHF 1.500 bis 8.000 im Monat, ein Basispaket für ein kleines KMU bei CHF 1.500 bis 3.000. Dafür bekommen Sie Menschen, die mitdenken. Für einen Neuaufbau der Website ist das gut angelegtes Geld.

Es laufen lassen. Das ist der Weg, den wir mit Tevorian anbieten. Ein System liest Ihre Google-Zahlen, sucht die Fragen mit echter Chance heraus, prüft, ob sie zu Ihrem Betrieb passen, recherchiert, schreibt und veröffentlicht. Sie beantworten ab und zu eine kurze Rückfrage per Mail.

Passt dazu Was kostet SEO in der Schweiz wirklich?Vier Wege im ehrlichen Vergleich, mit den versteckten Kosten.

Fazit

Dass der Mitbewerber oben steht, hat fast immer einen von drei Gründen: Er hat Seiten zu den Fragen Ihrer Kunden, Ihre Seiten sind für Google unsichtbar, oder Ihre eigenen Seiten machen sich Konkurrenz. Alle drei können Sie selbst nachprüfen, ohne einen Franken auszugeben.

Und wenn Sie danach feststellen, dass Ihnen schlicht die Zeit fehlt, jeden Monat Seiten zu schreiben: Genau dafür gibt es Tevorian.

Diese Seite ist selbst ein Beispiel

Tevorian hat dieses Thema aus echten Suchdaten gewählt, gegen unser Angebot geprüft, recherchiert und veröffentlicht. Genau das macht es auch auf Ihrer Website. Ob Ihre Website dafür geeignet ist, prüfen wir kostenlos.

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