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Ratgeber · Anleitung

Google Search Console einrichten: Anleitung ohne Fachchinesisch

18. August 20269 Min. Lesezeitvon Tevorian

Es gibt ein Werkzeug, das Ihnen zeigt, wonach Ihre Kunden bei Google suchen, wie oft Ihre Website dabei erscheint und ob jemand klickt. Es kostet nichts, gehört Google selbst und ist in zwanzig Minuten eingerichtet. Trotzdem hat es schätzungsweise die Hälfte aller Schweizer KMU-Websites nicht. Wenn Sie nur eine einzige Sache aus unserem Ratgeber umsetzen, dann diese.

Was die Search Console ist

Stellen Sie sich vor, jemand würde für Sie notieren, welche Fragen Menschen an Google stellen, bei denen Ihre Website irgendwo auftaucht. Wie oft sie gezeigt wurde. Auf welchem Platz sie stand. Ob jemand darauf geklickt hat. Genau das ist die Google Search Console.

Sie ist kein SEO-Werkzeug, das Ihnen Ratschläge gibt. Sie ist ein Messgerät. Und ohne Messgerät ist alles, was Sie danach tun, geraten.

Der wichtigste Satz: Diese Daten gibt es nur, wenn Sie das Werkzeug eingerichtet haben, und sie werden nicht rückwirkend geliefert. Wer heute einrichtet, hat in drei Monaten drei Monate Daten. Wer wartet, fängt später bei null an.

In zwanzig Minuten eingerichtet

Sie brauchen: ein Google-Konto und Zugriff auf die Einstellungen Ihrer Domain oder Ihrer Website. Mehr nicht.

Schritt 1: Konto öffnen

Rufen Sie search.google.com/search-console auf und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an. Nehmen Sie ein Firmenkonto, nicht Ihr privates. Wenn Sie später jemandem Zugriff geben wollen, ersparen Sie sich damit Ärger.

Schritt 2: Property anlegen

Google fragt Sie nach dem Typ. Wählen Sie Domain, nicht URL-Präfix. Der Unterschied: Die Domain-Variante erfasst Ihre Website vollständig, egal ob mit oder ohne www, mit http oder https. Die andere Variante erfasst nur genau eine Schreibweise, und dann fehlen Ihnen später Daten, ohne dass Sie es merken.

Schritt 3: Eigentum nachweisen

Bei der Domain-Variante geht das über einen DNS-Eintrag. Google zeigt Ihnen eine Zeichenfolge, die Sie bei Ihrem Domain-Anbieter als TXT-Eintrag hinterlegen. Bei den gängigen Schweizer Anbietern finden Sie das im Kundencenter unter DNS-Verwaltung.

Der Schritt, an dem die meisten hängen bleiben

Genau hier hören viele auf. Der DNS-Eintrag klingt technisch, und im Kundencenter des Hosters sieht es nach etwas aus, das man kaputtmachen kann.

Kann man nicht. Ein zusätzlicher TXT-Eintrag verändert nichts an Ihrer Website, an Ihren Mails oder an sonst irgendetwas. Er ist ein Merkzettel, den Google lesen darf. Sie können ihn nach der Bestätigung sogar stehen lassen, was Sie auch tun sollten, sonst verlieren Sie den Zugang beim nächsten Prüflauf.

Falls Sie unsicher sind: Fast jeder Hoster macht diesen Eintrag auf Anfrage in fünf Minuten für Sie. Ein kurzer Anruf, und die Sache ist erledigt. Das ist keine Schande, das ist effizient.

Nach der Bestätigung passiert erst mal nichts. Google braucht ein bis drei Tage, bis die ersten Zahlen erscheinen. Legen Sie sich eine Erinnerung auf nächste Woche.

Passt dazu Woher wissen Sie, wonach Ihre Kunden wirklich suchen?Vier Quellen, drei davon kostenlos, und der Fehler, den fast alle machen.

Die vier Zahlen, die zählen

Wenn Sie das erste Mal hineinschauen, sehen Sie ein Diagramm und darunter eine lange Liste. Ignorieren Sie zunächst alles ausser vier Werten.

ZahlWas sie bedeutetWorauf Sie achten
Impressionenwie oft Ihre Seite in den Ergebnissen erschiensteigt zuerst, noch bevor Klicks kommen
Klickswie oft jemand tatsächlich draufgeklickt hatdie einzige Zahl, die Besucher bedeutet
KlickrateKlicks geteilt durch Impressionenunter 2 Prozent bei guter Position heisst: der Text im Suchergebnis überzeugt nicht
Positiondurchschnittlicher Platzalles jenseits von 10 bringt praktisch keine Besucher

Stellen Sie den Zeitraum auf die letzten drei Monate und wechseln Sie auf den Reiter „Suchanfragen“. Was Sie dort sehen, ist die ehrlichste Marktforschung, die Sie je bekommen werden: die tatsächlichen Wörter, die Menschen eintippen, bevor sie bei Ihnen landen.

Was Sie damit konkret anfangen

Drei Auswertungen lohnen sich sofort, und alle drei dauern zehn Minuten.

Die Fast-Treffer

Filtern Sie auf Position 8 bis 20. Das sind Suchanfragen, bei denen Sie fast auf der ersten Seite stehen. Hier ist der Hebel am grössten, weil der Sprung von Platz 12 auf Platz 7 mehr bringt als jede neue Seite. Mehr dazu in unserem Beitrag über die Dauer.

Die verschenkten Klicks

Suchen Sie Zeilen mit vielen Impressionen und fast keinen Klicks. Sie werden gezeigt, aber niemand klickt. Das liegt fast immer an der Überschrift und den zwei Zeilen darunter, nicht am Seiteninhalt.

Die Überraschungen

Fast jeder Betrieb findet hier Suchanfragen, mit denen er nie gerechnet hätte. Ein Schreiner sieht plötzlich „Holzwurm bekämpfen“, ein Treuhänder „Quellensteuer Grenzgänger“. Das sind fertige Themen für Ratgeberseiten, geliefert von Ihren eigenen Kunden. Wie Sie daraus systematisch Themen machen, steht in diesem Beitrag.

Passt dazu Google Unternehmensprofil: der wirksamste Gratis-HebelEine Stunde Arbeit bringt oft mehr als ein halbes Jahr SEO.

Drei Fehler, die wir immer wieder sehen

  1. URL-Präfix statt Domain gewählt. Dann fehlen Ihnen später die Daten der anderen Schreibweise und Sie wundern sich über niedrige Zahlen. Legen Sie in dem Fall zusätzlich eine Domain-Property an.
  2. Einmal eingerichtet und nie wieder hineingeschaut. Die Daten sind nur etwas wert, wenn jemand sie liest. Einmal im Monat zwanzig Minuten reichen völlig.
  3. Bing vergessen. Bing hat weniger Anteil, liefert aber zusätzliche Angaben, etwa wer auf Sie verlinkt. Die Einrichtung dauert fünf Minuten, weil Bing die Daten aus der Search Console übernehmen kann.

Fazit

Die Search Console ist kostenlos, in zwanzig Minuten eingerichtet und die einzige Quelle, die Ihnen sagt, was wirklich passiert. Alles, was Sie ohne diese Daten an Ihrer Website verändern, ist eine Vermutung.

Und falls Sie danach feststellen, dass Sie zwar Daten haben, aber keine Zeit, jeden Monat daraus Seiten zu machen: Genau an dieser Stelle setzt Tevorian an. Wir lesen dieselben Zahlen, jeden Tag, und machen daraus fertige Ratgeber auf Ihrer Website.

Diese Seite ist selbst ein Beispiel

Tevorian hat dieses Thema aus echten Suchdaten gewählt, gegen unser Angebot geprüft, recherchiert und veröffentlicht. Genau das macht es auch auf Ihrer Website. Ob Ihre Website dafür geeignet ist, prüfen wir kostenlos.

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