Wir verkaufen laufende Suchmaschinenarbeit ab 290 Franken im Monat. Trotzdem ist unser erster Rat an viele Betriebe: Kümmern Sie sich zuerst um Ihr Google-Unternehmensprofil. Das kostet nichts, dauert eine Stunde und bringt bei einem örtlich tätigen Betrieb oft mehr als das erste halbe Jahr Ratgeberarbeit.
Warum das oft wichtiger ist als alles andere
Tippt jemand „Schreiner Luzern“ ein, sieht er ganz oben eine Karte mit drei Betrieben. Diese drei bekommen den grössten Teil der Anrufe. Darunter kommen erst die normalen Ergebnisse, um die alle kämpfen.
In diese Karte kommen Sie nicht über Ihre Website, sondern über Ihr Unternehmensprofil bei Google. Und dort entscheidet sich vieles über Angaben, die Sie selbst eintragen und die die meisten Betriebe halb ausgefüllt lassen.
Faustregel: Kommen Ihre Kunden aus einem Umkreis von dreissig Kilometern, ist Ihr Google-Profil wichtiger als Ihre Website. Arbeiten Sie überregional oder erklärungsbedürftig, dreht sich das Verhältnis. Die meisten Betriebe brauchen beides, aber in dieser Reihenfolge.
Einrichten und bestätigen
Suchen Sie zuerst nach Ihrem eigenen Firmennamen. In vielen Fällen existiert bereits ein Eintrag, den Google automatisch angelegt hat, mit falschen Öffnungszeiten und einem Foto vom Nachbarhaus. Dann übernehmen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen. Zwei Einträge für denselben Betrieb schaden.
Die Bestätigung erfolgt je nach Fall per Postkarte, Telefon oder Video. Die Postkarte dauert eine bis zwei Wochen. Planen Sie das ein, bevor Sie irgendetwas anderes tun.
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Die wichtigste einzelne Angabe ist die Hauptkategorie. Sie entscheidet massgeblich darüber, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen.
Wählen Sie so genau wie möglich. Nicht „Bauunternehmen“, wenn es „Zimmerei“ gibt. Nicht „Beratung“, wenn es „Treuhandbüro“ gibt. Ein zu allgemeiner Eintrag ist der häufigste Grund dafür, dass ein Betrieb in der Karte nicht auftaucht.
Zusatzkategorien dürfen Sie mehrere angeben, aber nur solche, die Sie wirklich anbieten. Wer als Maler zusätzlich „Bodenleger“ und „Gipser“ und „Umzugsunternehmen“ einträgt, verwässert das Profil und wird für nichts davon gut gefunden. Das ist derselbe Fehler wie bei Websites, wenn mehrere Seiten dasselbe Thema besetzen. Wir erklären ihn in diesem Beitrag.
Fotos, Zeiten, Leistungen
Drei Dinge, die messbar wirken und in einer Stunde erledigt sind:
- Öffnungszeiten stimmen lassen. Inklusive Feiertage. Ein Anruf ausserhalb der eingetragenen Zeiten wird gar nicht erst versucht, und ein Kunde, der vor verschlossener Tür steht, hinterlässt eine schlechte Bewertung.
- Echte Fotos hochladen. Zehn bis zwanzig Stück: Werkstatt, Team, fertige Arbeiten, Fahrzeug. Keine gekauften Bilder. Profile mit echten Fotos werden deutlich häufiger angeklickt, und Sie erkennen sofort, ob ein Betrieb existiert oder nur eine Adresse hat.
- Leistungen einzeln eintragen. Nicht „Malerarbeiten“, sondern jede Leistung als eigenen Eintrag mit kurzer Beschreibung. Diese Angaben werden in der Suche ausgewertet.
Bewertungen, ohne zu betteln
Bewertungen sind der zweitstärkste Faktor nach der Kategorie. Und Sie kommen leichter dran, als Sie denken, wenn Sie zwei Regeln einhalten.
Fragen Sie im richtigen Moment. Nicht per Serienmail Wochen später, sondern direkt bei der Abnahme, wenn der Kunde zufrieden vor dem fertigen Ergebnis steht. Ein Satz genügt: „Wenn Sie zufrieden sind, würde uns eine kurze Bewertung bei Google sehr helfen.“ Dazu einen QR-Code auf der Rechnung oder der Visitenkarte.
Antworten Sie auf jede Bewertung. Auch und gerade auf die schlechten. Eine sachliche, freundliche Antwort auf eine Ein-Stern-Bewertung wirkt auf mitlesende Interessenten oft besser als zehn Fünf-Sterne-Bewertungen. Was Sie nie tun sollten: sich rechtfertigen oder dem Kunden widersprechen.
Und kaufen Sie keine Bewertungen. Das fliegt zunehmend auf, führt zur Sperrung des Profils und ist derselbe Denkfehler wie bei gekauften Links, den wir in diesem Beitrag beschreiben.
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Google bietet im Profil einige Funktionen an, die für die meisten Betriebe keinen messbaren Nutzen bringen: regelmässige „Beiträge“ im Profil, die nach einer Woche verschwinden, ausgefüllte Fragen-und-Antworten-Bereiche, die niemand liest, und Produktkataloge, wenn Sie keine Produkte verkaufen.
Investieren Sie diese Zeit lieber in Fotos und Bewertungen. Der Unterschied ist messbar, der andere nicht.
Passt dazu Google Ads oder SEO: Was lohnt sich?Mit einer Rechnung zum Nachrechnen auf Ihre eigenen Zahlen.Fazit
Eine Stunde am Google-Profil bringt einem örtlichen Betrieb mehr als der erste Monat jeder anderen Massnahme. Es ist kostenlos, es ist schnell, und es ist die Grundlage, auf der alles Weitere aufbaut.
Erst danach lohnt sich die Frage nach Ratgeberseiten, und die auch nur, wenn Ihre Kunden sich vor dem Kauf informieren. Wann sich das rechnet, haben wir in unserem Kostenvergleich durchgerechnet.
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