„500 Backlinks für 99 Franken, Platz 1 garantiert.“ Solche Mails bekommt jeder, der eine Firmenwebsite betreibt. Das Angebot ist verlockend, weil es billig ist und schnell klingt. Was dabei tatsächlich passiert und warum es zunehmend auffliegt, steht hier, samt der Frage, was stattdessen wirkt.
Das Angebot, das jeder bekommt
Die Mails sehen unterschiedlich aus, versprechen aber immer dasselbe: viele Links von anderen Websites auf Ihre, in kurzer Zeit, für wenig Geld. Manchmal mit Ranking-Garantie. Fast immer mit Zeitdruck.
Der Grund, warum das so oft angeboten wird, ist einfach: Es lässt sich billig automatisieren und der Schaden tritt erst Monate später ein, wenn der Anbieter längst bezahlt ist.
Warum Links überhaupt zählen
Google bewertet einen Verweis von einer anderen Website ähnlich wie eine Empfehlung. Wenn eine anerkannte Fachpublikation auf Ihren Ratgeber verweist, ist das ein Hinweis darauf, dass dort etwas Brauchbares steht.
Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl, sondern wer verweist und warum. Ein einziger Verweis von einem Branchenverband ist mehr wert als tausend aus einem Netzwerk von Seiten, die zu keinem anderen Zweck existieren.
Die Analogie, die immer trägt: Eine Empfehlung von einem geschätzten Berufskollegen zählt. Fünfhundert Empfehlungen von Fremden, die dafür bezahlt wurden, zählen nicht nur nichts, sie machen Sie verdächtig.
Was beim Kauf tatsächlich passiert
Für 99 Franken bekommen Sie in aller Regel eines von drei Dingen:
- Einträge in Verzeichnissen, die kein Mensch benutzt und die nur existieren, um Links zu verkaufen.
- Links aus einem Netzwerk von Websites, die demselben Betreiber gehören und untereinander verlinken.
- Kommentare in Foren und unter Blogbeiträgen, automatisch eingetragen, oft in Sprachen, die Sie nicht sprechen.
Alle drei Muster sind für Google seit Jahren erkennbar. Sie hinterlassen ein Verweisprofil, das kein natürlich gewachsener Betrieb je hätte: hunderte Verweise in wenigen Tagen, immer mit demselben Text, aus thematisch völlig unpassenden Quellen.
Passt dazu Bestraft Google Texte, die von einer KI geschrieben wurden?Die kurze Antwort ist nein. Warum trotzdem tausende Websites abgestürzt sind.Das Risiko, das niemand erwähnt
Im günstigsten Fall passiert nichts. Google ignoriert die Links, Ihr Geld ist weg, Ihre Position unverändert.
Im schlechteren Fall verliert Ihre Website an Sichtbarkeit, ohne dass Sie den Zusammenhang erkennen, weil zwischen Kauf und Wirkung Monate liegen.
Im schlimmsten Fall erhalten Sie eine manuelle Massnahme. Dann verschwindet Ihre Website weitgehend aus den Ergebnissen, und Sie müssen die Links einzeln entfernen lassen, dokumentieren und einen Antrag auf erneute Prüfung stellen. Das dauert Monate und gelingt nicht immer.
Wichtig dabei: Die Verantwortung liegt bei Ihnen, nicht beim Anbieter. Es ist Ihre Domain, und niemand ausser Ihnen trägt den Schaden.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
| Signal | Was es bedeutet |
|---|---|
| Ranking-Garantie | Niemand kann Google zwingen. Wer das verspricht, weiss es entweder nicht oder lügt. |
| Feste Anzahl Links | Echte Verweise entstehen einzeln und lassen sich nicht in Paketen zusagen. |
| Sehr niedriger Preis | Eine einzelne, gut recherchierte Anfrage kostet Arbeitszeit. 500 Links für 99 Franken sind rechnerisch unmöglich. |
| Keine Nennung der Quellen | Wer nicht sagt, auf welchen Seiten die Links erscheinen, hat einen Grund dafür. |
| Sofortige Wirkung versprochen | Warum das nicht geht, steht in unserem Beitrag über die Dauer. |
Was stattdessen funktioniert
Verweise, die zählen, entstehen aus einem von zwei Gründen: Jemand findet etwas so nützlich, dass er darauf hinweist, oder jemand wird höflich gefragt und findet die Anfrage passend.
Das ist mühsam und langsam. Es sieht so aus:
- Sie veröffentlichen etwas, das es so noch nicht gibt. Eine eigene Preisübersicht, eine Auswertung aus Ihrer Praxis, eine ehrliche Checkliste.
- Sie suchen zehn Websites, zu denen dieser Inhalt wirklich passt: Fachmedien, Verbände, Ressourcenseiten, regionale Portale.
- Sie schreiben jede einzeln an, mit Bezug auf einen konkreten Beitrag der Gegenseite, und erklären in drei Sätzen, warum Ihr Inhalt deren Lesern nützt.
- Sieben antworten nicht, zwei sagen ab, einer verlinkt.
Dieser eine ist mehr wert als das ganze 99-Franken-Paket. Und niemand kann ihn Ihnen wieder wegnehmen.
Genau so arbeitet Tevorian: Passende Websites werden gesucht, die Anfrage wird vorbereitet, und verschickt wird erst, wenn Sie den genauen Text freigegeben haben. Gekaufte Links, Linknetzwerke und Kommentarwerbung sind im Programm nicht vorhanden, nicht als abgeschaltete Funktion, sondern gar nicht gebaut.
Fazit
Wenn Sie eine dieser Mails bekommen, löschen Sie sie. Der beste Fall ist, dass Sie 99 Franken verlieren. Der schlechteste kostet Sie die Sichtbarkeit, die Sie über Jahre aufgebaut haben.
Und wenn Ihnen jemand solche Pakete als Teil einer SEO-Betreuung verkaufen will, ist das ein Grund, den Vertrag nicht zu unterschreiben. Woran Sie seriöse Anbieter erkennen, steht in unserem Kostenvergleich.
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Tevorian hat dieses Thema aus echten Suchdaten gewählt, gegen unser Angebot geprüft, recherchiert und veröffentlicht. Genau das macht es auch auf Ihrer Website. Ob Ihre Website dafür geeignet ist, prüfen wir kostenlos.
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