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Ratgeber · Website

Braucht meine Firmenwebsite wirklich einen Blog?

7. Juli 20266 Min. Lesezeitvon Tevorian

Das Wort „Blog“ führt in die Irre. Kaum jemand interessiert sich dafür, dass Sie ein neues Firmenfahrzeug haben oder am Sommerfest waren. Worum es wirklich geht, ist etwas anderes: einen Ort auf Ihrer Website, an dem die Fragen Ihrer Kunden beantwortet werden. Und den brauchen fast alle.

Das grosse Missverständnis

Wenn Betriebe an einen Blog denken, denken sie an Firmennachrichten. Neue Mitarbeiterin, neue Maschine, Weihnachtsgruss. Solche Beiträge liest niemand ausser Ihrer Mutter, und sie bringen Ihnen bei Google keinen Millimeter.

Was Sie tatsächlich brauchen, ist ein Ratgeberbereich. Der Unterschied ist nicht kosmetisch:

FirmenblogRatgeberbereich
„Wir waren am Sommerfest“„Was kostet eine neue Haustür?“
Handelt von IhnenHandelt vom Problem des Kunden
Nach zwei Wochen veraltetNach drei Jahren noch gültig
Wird nicht gesuchtWird monatlich hundertfach gesucht

Nennen Sie den Bereich also gerne „Ratgeber“, „Wissen“ oder „Häufige Fragen“. Das Wort Blog dürfen Sie getrost vergessen.

Warum Ihre Startseite nicht reicht

Eine typische Handwerkerwebsite hat vier bis sechs Seiten. Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Das sind sechs Türen, durch die ein Kunde hereinkommen kann.

Nun tippen Menschen aber nicht „Schreinerei“ bei Google ein. Sie tippen ein:

  • „Einbauschrank Dachschräge Kosten“
  • „Massivholz oder Furnier Unterschied“
  • „Küche selber planen oder planen lassen“
  • „Wie lange hält eine Holztreppe“

Das sind vier völlig verschiedene Fragen, und jede braucht eine eigene Antwort. Ihre Leistungsseite kann nicht alle vier gleichzeitig beantworten, und Google wird sie deshalb für keine dieser Fragen weit vorne zeigen.

Anders gesagt: Jede Ratgeberseite ist eine zusätzliche Tür zu Ihrem Betrieb. Mit sechs Seiten haben Sie sechs Türen. Mit vierzig haben Sie vierzig, und die meisten führen Menschen herein, die Ihren Namen vorher nie gehört hatten.

Passt dazu Google Unternehmensprofil: der wirksamste Gratis-HebelEine Stunde Arbeit bringt oft mehr als ein halbes Jahr SEO.

Wer wirklich einen braucht und wer nicht

Sie brauchen einen, wenn

  • Ihre Kunden sich vor dem Kauf informieren, weil es um mehr als ein paar hundert Franken geht
  • Sie am Telefon immer wieder dieselben fünf Fragen beantworten
  • Sie mehrere Leistungen anbieten, die unterschiedliche Menschen suchen
  • Sie über Ihre Region hinaus arbeiten
  • Sie erklären müssen, warum Sie teurer sind als der Billiganbieter

Sie brauchen wahrscheinlich keinen, wenn

  • Sie ausschliesslich über Empfehlungen arbeiten und ausgelastet sind
  • Ihre Kunden spontan entscheiden und aus der Nachbarschaft kommen, etwa bei einer Bäckerei oder einem Coiffeur. Dann ist Ihr Google-Unternehmensprofil wichtiger als jeder Text.
  • Sie in den nächsten zwei Jahren aufhören

Im zweiten Fall sparen Sie sich das Geld und kümmern sich stattdessen um Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen in Ihrem Google-Profil. Das ist gratis und wirkt bei örtlichen Suchanfragen deutlich stärker.

Wie so ein Bereich aussehen muss

Damit ein Ratgeberbereich für Suchmaschinen funktioniert, braucht er mehr als eine Seite mit Textblöcken:

  • Eine Übersichtsseite mit allen Beiträgen, damit Besucher und Google alles finden
  • Je eine eigene Adresse pro Beitrag, sprechend und dauerhaft
  • Einen Eintrag im Inhaltsverzeichnis Ihrer Website, damit Google neue Beiträge sofort mitbekommt
  • Einen Nachrichten-Feed, über den andere Ihre Beiträge abonnieren können
  • Verweise von Ihren Leistungsseiten auf die passenden Ratgeber und umgekehrt
  • Das Aussehen Ihrer bestehenden Website, damit Besucher nicht das Gefühl haben, woanders gelandet zu sein

Der letzte Punkt wird oft übersehen. Ein Ratgeberbereich, der aussieht wie eine fremde Website, kostet Vertrauen genau in dem Moment, in dem Sie es aufbauen wollen.

Passt dazu Woher wissen Sie, wonach Ihre Kunden wirklich suchen?Vier Quellen, drei davon kostenlos, und der Fehler, den fast alle machen.

Was der Aufbau kostet

Das hängt davon ab, worauf Ihre Website läuft:

AusgangslageAufwandTypische Kosten
WordPress, Blogfunktion vorhanden, nie genutzt3 bis 4 StundenCHF 400 bis 700
Website ohne Ratgeberbereich, wird neu gebaut8 bis 12 StundenCHF 1.200 bis 1.800
Shop, eigenes System oder mehrsprachigab 16 Stundenab CHF 2.400

Das ist eine einmalige Ausgabe. Danach kostet Sie der Bereich nichts mehr, ausser dem Aufwand, ihn zu füllen.

Woher Sie die Themen für diese Seiten bekommen, ohne zu raten, steht in diesem Beitrag. Und falls Sie sich fragen, ob KI-geschriebene Texte Ihnen schaden könnten: die Antwort darauf.

Die vier häufigsten Fehler

  1. Aufhören nach vier Beiträgen. Der mit Abstand häufigste. Vier Beiträge bringen fast nichts, vierzig verändern die Lage. Wer nicht mindestens ein Jahr durchhält, hätte besser gar nicht angefangen.
  2. Über sich statt über den Kunden schreiben. Niemand sucht Ihre Firmengeschichte. Alle suchen Antworten auf ihre eigene Frage.
  3. Keine Zahlen nennen. Der häufigste Grund, warum jemand eine Seite sofort wieder verlässt: Er hat nach Kosten gesucht und findet nur „auf Anfrage“. Nennen Sie Spannen. Von bis. Das reicht völlig und ist ehrlicher als Schweigen.
  4. Fünfzehn Texte in einer Woche veröffentlichen. Das sieht für Google nach Massenware aus und kann Ihnen schaden. Zwei bis acht im Monat, dafür regelmässig, ist der bessere Weg.

Fazit

Sie brauchen keinen Blog. Sie brauchen einen Ort, an dem die Fragen Ihrer Kunden ehrlich beantwortet werden, und zwar eine Frage pro Seite. Das ist Arbeit, und deshalb machen es die meisten Betriebe nicht. Genau deshalb funktioniert es für die, die es tun.

Wenn Sie noch keinen solchen Bereich haben, bauen wir ihn Ihnen einmalig auf. Danach füllt Tevorian ihn Monat für Monat, ohne dass Sie etwas tun müssen.

Diese Seite ist selbst ein Beispiel

Tevorian hat dieses Thema aus echten Suchdaten gewählt, gegen unser Angebot geprüft, recherchiert und veröffentlicht. Genau das macht es auch auf Ihrer Website. Ob Ihre Website dafür geeignet ist, prüfen wir kostenlos.

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